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Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 14.06.07 18:27 (Thu, 14 Jun 2007 19:27:04 +0200)
From: Sascha Schneppmueller
Kann ich nicht....

Am 16.05.07 schrieb Sascha Schneppmueller <<email address removed>>:
>
> Das könnte ich mit meinem "offline Mailer" TheBat oder genauer Voyager
> (die portable Variante) auch, und noch viiiieeel mehr (das Programm ist
> wirklich Top!) aber ich bevorzuge es tausende von NUG Mails jederzeit
> Griffbereit zu haben und nicht immer erst die USB Festplatte rauskramen zu
> müssen ;-)
>
> Google Mail ist eigentlich nicht übel. Ich schau mal ob ich das nicht
> irgendwie umkonfigurieren kann...
>

[OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 15.05.07 08:13 (Tue, 15 May 2007 09:13:08 +0200)
From: Sascha Schneppmueller
Guten Morgen,

ich möchte nun bald mein erstes Shareware Programm auf meiner Webseite
anbieten.
Nun habe ich bisher keine Ahnung was für Vorraussetzungen rechtlicher Art
meinerseits zu erfüllen sind.
Ich vermute mal ich benötige in jedem Fall einen Gewerbeschein den ich wohl
beim Ordnungsamt beantragen kann. Richtig ?

Was muss ich in Sachen Steuer/Finanzamt beachten ?

Welchen Online Software Handel könnt Ihr aus eigener Erfahrung empfehlen ?
Denn ich möchte die Software auf meiner Webseite bewerben, aber über einen
Dritten den Online Handel abschliessen. So muss ich mir um ein Online Shop
keine Gedanken machen (Eine SSL Verbindung wäre mir auch im Moment zu
kostenintensiv...).

Die Shareware soll ausschliesslich als Download angeboten werden. Es wird
also keine Versand Produkte geben.

Gibt es eine Vorlage für Shareware Lizenzbedingungen die ich meinen
Programmen hinzufügen soll/muss ? Und wo muss diese Lizenz überall abgelegt
sein (im Programm selbst, im Download Archiv, auf der Webseite, im Shop) ?

Was habe ich bisher nicht gefragt/bedacht ?

Vielen Dank für jeden hilfreichen Hinweis.

Gruss Schneppi
http://www.schneppi-soft.de

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 15.05.07 10:03 (Tue, 15 May 2007 11:03:35 +0200)
From: Andy Fuchs
Hi Sascha,

- Gewerbeschein brauchst Du keinen (versteuern mußt Du die Einnahmen aber
trotzdem)
- Steuernummer genügt
- Gutes Fulfillment ist kagi (www.kagi.com)
- Eine SSL-Verbindung ist auch nicht kostenintensiver, als eine andere
(brauchst Du aber mit kagi, etc... ohnehin nicht).
- Bei der Lizenz kommt's drauf an, was Deine Lizenz bewirken soll.
- Dasselbe gilt für die Lizenzbedingungen
- Die Lizenz muß so angebracht werden, dass sie ein durchschnittlicher
Anwender findet, bzw. zur Kenntnis nehmen kann. (Z.B. neben der App, oder
automatisch beim ersten Start anzeigen), so dass er, falls er nicht
einverstanden ist, die Installation abbrechen kann, bzw. die
Programmausführung verhindern kann

Grüße

andy

at 15.05.2007 9:13 Uhr, Sascha Schneppmueller wrote:

> Guten Morgen,

ich möchte nun bald mein erstes Shareware Programm auf meiner
> Webseite
anbieten.
Nun habe ich bisher keine Ahnung was für Vorraussetzungen
> rechtlicher Art
meinerseits zu erfüllen sind.
Ich vermute mal ich benötige in
> jedem Fall einen Gewerbeschein den ich wohl
beim Ordnungsamt beantragen kann.
> Richtig ?

Was muss ich in Sachen Steuer/Finanzamt beachten ?

Welchen Online
> Software Handel könnt Ihr aus eigener Erfahrung empfehlen ?
Denn ich möchte
> die Software auf meiner Webseite bewerben, aber über einen
Dritten den Online
> Handel abschliessen. So muss ich mir um ein Online Shop
keine Gedanken machen
> (Eine SSL Verbindung wäre mir auch im Moment zu
kostenintensiv...).

Die
> Shareware soll ausschliesslich als Download angeboten werden. Es wird
also
> keine Versand Produkte geben.

Gibt es eine Vorlage für Shareware
> Lizenzbedingungen die ich meinen
Programmen hinzufügen soll/muss ? Und wo muss
> diese Lizenz überall abgelegt
sein (im Programm selbst, im Download Archiv,
> auf der Webseite, im Shop) ?

Was habe ich bisher nicht gefragt/bedacht
> ?

Vielen Dank für jeden hilfreichen Hinweis.

Gruss
> Schneppi
http://www.schneppi-soft.de

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 15.05.07 17:09 (Tue, 15 May 2007 18:09:21 +0200)
From: Dietmar Plaßmann <
Christian Schmitz wrote:

> Aber damit bist du direkt IHK Mitglied (kostet Geld)

Quatsch, die haben von mir noch keinen Cent gesehen. Die Zeitung kommt
trotzdem jeden Monat.

> und das Finanzamt will eine Steuererklärung.

Das will es sowieso, aber es kommt keine dazu.

Dietmar

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 15.05.07 16:16 (Tue, 15 May 2007 17:16:22 +0200)
From: Jurriaan Schulman
Moin.

ich möchte noch hinzufügen, dass die Verwendung eines reinen
Fantasienamens für das Unternehmen m.E. nur zulässig ist wenn man im
Handelsregister eingetragen ist. Wie Du jetzt im Internet auftrittst,
riskierst Du soweit ich beurteilen kann eine kostenpflichte Abmahnung.

Gruß

Jurriaan

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 15.05.07 16:31 (Tue, 15 May 2007 17:31:46 +0200)
From: Andy Fuchs
Das ist leider vollkommen verkehrt!

Du kannst Dir jeden X-beliebigen Namen ausdenken, solange Du nicht gegen
eine bestehendes Markenrecht verstösst, bzw. der Name einem konkurrierenden
Markeninhaber nicht zu ähnlich ist.

Wegen Software-Verkauf muß sich kein Mensch ins Handelsregister eintragen
lassen. Auch ein Gewerbeschein ist dafür nicht nötig.

andy

at 15.05.2007 17:16 Uhr, Jurriaan Schulman wrote:

> Moin.
>
> ich möchte noch hinzufügen, dass die Verwendung eines reinen
> Fantasienamens für das Unternehmen m.E. nur zulässig ist wenn man im
> Handelsregister eingetragen ist. Wie Du jetzt im Internet auftrittst,
> riskierst Du soweit ich beurteilen kann eine kostenpflichte Abmahnung.
>
> Gruß
>
> Jurriaan

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 15.05.07 17:00 (Tue, 15 May 2007 18:00:25 +0200)
From: Jurriaan Schulman
Hi Andy,

was ist daran vollkommen verkehrt? Wenn man als Einzelunternehmen
auftritt müssen Vor- und Nachnamen im Namen des Unternehmens voll
ausgeschrieben vorkommen, eventuell mit Fantasie-Zusatz. Ein reiner
Fantasiename ist in Deutschland nur zulässig, wenn das Unternehmen im
Handelsregister eingetragen ist, und dann mit Zusatz wie e.K., GmbH
usw. Also "Max Mustermann Softwareberatung" ist zulässig, der reine
Auftritt unter Mustersoft wäre ein Verstoß gegen § 15b GewO

Es gibt viele Diskussion im Internet hierzu. Google mal nach
Fantasiename + Einzelunternehmen oder Gewerbe.

z.B. unter http://www.frag-rechtstipps.de/Fantasiename-f%FCr-
Einzelunternehmen__f11742.html

Also, es ist richtig, dass man sich nicht ins Handelsregister
eintragen muß, nur darf man dann nicht unter einem reinen
Fantasienamen auftreten, weil der Gesetzgeber meint, dass man dann
größer erscheint als mann ist.

Ich bin kein Rechtsanwalt, also das hier ist nicht als Rechtsberatung
zu verstehen.

Wenn Du meinst, dass das alles nicht stimmt, bitte ich um einen Link
der das bestätigt.

Gruß

Jurriaan

Am 15.05.2007 um 17:31 schrieb Andy Fuchs:

> Das ist leider vollkommen verkehrt!
>
> Du kannst Dir jeden X-beliebigen Namen ausdenken, solange Du nicht
> gegen
> eine bestehendes Markenrecht verstösst, bzw. der Name einem
> konkurrierenden
> Markeninhaber nicht zu ähnlich ist.
>
> Wegen Software-Verkauf muß sich kein Mensch ins Handelsregister
> eintragen
> lassen. Auch ein Gewerbeschein ist dafür nicht nötig.
>
> andy
>
> at 15.05.2007 17:16 Uhr, Jurriaan Schulman wrote:
>
>> Moin.
>>
>> ich möchte noch hinzufügen, dass die Verwendung eines reinen
>> Fantasienamens für das Unternehmen m.E. nur zulässig ist wenn man im
>> Handelsregister eingetragen ist. Wie Du jetzt im Internet auftrittst,
>> riskierst Du soweit ich beurteilen kann eine kostenpflichte
>> Abmahnung.
>>
>> Gruß
>>
>> Jurriaan
>

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 15.05.07 17:45 (Tue, 15 May 2007 18:45:51 +0200)
From: Andy Fuchs

> Also "Max Mustermann Softwareberatung" ist zulässig, der reine
> Auftritt unter Mustersoft wäre ein Verstoß gegen § 15b GewO

Hallo Jurriaan,

die Bezeichung 'Mustersoft' ist auch bei einem Einzelunternehmer keineswegs
ein Verstoß gegen die Gewerbeordnung. Aus dem Schriftverkehr muss lediglich
die Rechtsform, und die Inhaberschaft erkenntlich gemacht werden. Wenn Du
den Beitrag aufmerksam liest, wirst Du feststellen, dass das auch so korrekt
dort steht. (1., 2. + 4.)

> Also, es ist richtig, dass man sich nicht ins Handelsregister
> eintragen muß, nur darf man dann nicht unter einem reinen
> Fantasienamen auftreten, weil der Gesetzgeber meint, dass man dann
> größer erscheint als mann ist.

Das steht da nicht :-). Bei der Regelung geht's nur um die Verhinderung der
Inhaberverschleierung.

> Ich bin kein Rechtsanwalt, also das hier ist nicht als Rechtsberatung
> zu verstehen.

Gott sei Dank :-))

Grüße

andy

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 15.05.07 18:01 (Tue, 15 May 2007 19:01:29 +0200)
From: Jurriaan Schulman
Hallo Andy,

Am 15.05.2007 um 18:45 schrieb Andy Fuchs:

>
> die Bezeichung 'Mustersoft' ist auch bei einem Einzelunternehmer
> keineswegs
> ein Verstoß gegen die Gewerbeordnung. Aus dem Schriftverkehr muss
> lediglich
> die Rechtsform, und die Inhaberschaft erkenntlich gemacht werden.
> Wenn Du
> den Beitrag aufmerksam liest, wirst Du feststellen, dass das auch
> so korrekt
> dort steht. (1., 2. + 4.)

bevor wir hier weiter diskutieren. Hast Du irgendeinen schriftlichen
Beleg für Deine Aussagen, oder handelt es sich hier um Deine ganz
persönliche Interpretation der deutschen Gesetze?

Gruß

Jurriaan

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 15.05.07 18:10 (Tue, 15 May 2007 19:10:58 +0200)
From: Andy Fuchs
Hi Jurriaan,

ich mache das seit 1988 mit dem Segen sämtlicher Gewerbe-, Finanzämter, IHKs
und Steueranwälte Deutschlands. Es wurde auch vom Gewerbeamt Göttingen und
der IHK München bei einer Überprüfung nicht beanstandet. Das ist mir
schriftlich genug :-)

andy

at 15.05.2007 19:01 Uhr, Jurriaan Schulman wrote:

> bevor wir hier weiter diskutieren. Hast Du irgendeinen schriftlichen
> Beleg für Deine Aussagen, oder handelt es sich hier um Deine ganz
> persönliche Interpretation der deutschen Gesetze?

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 15.05.07 18:54 (Tue, 15 May 2007 19:54:25 +0200)
From: Jurriaan Schulman
Hi Andy,

dann ist alles klar. Du schließt also aus einer Duldung eine
Rechtssicherheit. Leider ist es so, dass Deine "Interpretation" auf
so ziemlich allen Fachseiten und in allen IHK-Broschüren die dieses
Thema behandeln genau widersprochen wird. Noch mal als Beispiel:

http://www.frag-einen-anwalt.de/Name-für-ein-Kleingewerbe__f24429.html

Da Du die IHK München erwähnst:

http://www.muenchen.ihk.de/internet/mike/ihk_geschaeftsfelder/recht/
Anhaenge/GESCHBEZ.pdf

Ich denke, was da unter "Geschäftsbezeichnung" beschrieben wird ist
ziemlich eindeutig. Bitte zeig mir eine einzige Stelle wo klipp und
klar und rechtsverbindlich steht, dass ein Einzelunternehmer auch
ausschließlich unter einem Fantasienamen im geschäftlichen Verkehr
auftreten darf.

Gruß

Jurriaan

Am 15.05.2007 um 19:10 schrieb Andy Fuchs:

> Hi Jurriaan,
>
> ich mache das seit 1988 mit dem Segen sämtlicher Gewerbe-,
> Finanzämter, IHKs
> und Steueranwälte Deutschlands. Es wurde auch vom Gewerbeamt
> Göttingen und
> der IHK München bei einer Überprüfung nicht beanstandet. Das ist mir
> schriftlich genug :-)
>
> andy
>
> at 15.05.2007 19:01 Uhr, Jurriaan Schulman wrote:
>
>> bevor wir hier weiter diskutieren. Hast Du irgendeinen schriftlichen
>> Beleg für Deine Aussagen, oder handelt es sich hier um Deine ganz
>> persönliche Interpretation der deutschen Gesetze?
>

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 15.05.07 19:59 (Tue, 15 May 2007 20:59:22 +0200)
From: Andy Fuchs
> dann ist alles klar. Du schließt also aus einer Duldung eine
> Rechtssicherheit. Leider ist es so, dass Deine "Interpretation" auf
> so ziemlich allen Fachseiten und in allen IHK-Broschüren die dieses
> Thema behandeln genau widersprochen wird. Noch mal als Beispiel:
>
> http://www.frag-einen-anwalt.de/Name-für-ein-Kleingewerbe__f24429.html

Hallo Jurriaan,

ich schliesse nicht nach meiner Duldung auf irgendwas, sondern aus der
Rechtslage. Und diese ist - auch in dem Artikel beschrieben - so, daß ich
einen beliebigen Namen für mein Unternehmen wählen kann, sofern keine Rechte
anderer entgegenstehen. Für einen Einzelunternehmer - der ja nicht
eintragungspflichtig ist - muß jedoch im Geschäftsverkehr der Inhaber
erkenntlich sein. Also nochmals:

Fa. ABC GbR
Inh. Vorname Nachname

ist die korrekte FIRMEN-Bezeichnung (z.B. bei GbR, Einzelunternehmern, e.K.,
etc.). Bei einer GmbH oder AG wäre das:

Fa. ABC GmbH

Dort entfällt der Namenszusatz in der Firmierung.

ABER: Auch bei einer GmbH muß im verbindlichen Schriftverkehr der volle Name
mindestens eines Geschäftsführers genannt werden (z.B. im Footer).

Insofern besteht hier praktisch kein Unterschied, denn ich darf bei beiden
Rechtsformen mit dem Firmennamen mein Geschäft promoten (z.B. auf einer
Webseite).

> Da Du die IHK München erwähnst:
>
> http://www.muenchen.ihk.de/internet/mike/ihk_geschaeftsfelder/recht/
> Anhaenge/GESCHBEZ.pdf

Wenn Du das aufmerksam liest, dann wirst Du genau obige Erklärung darin
finden.

> Ich denke, was da unter "Geschäftsbezeichnung" beschrieben wird ist
> ziemlich eindeutig. Bitte zeig mir eine einzige Stelle wo klipp und
> klar und rechtsverbindlich steht, dass ein Einzelunternehmer auch
> ausschließlich unter einem Fantasienamen im geschäftlichen Verkehr
> auftreten darf.

Das hab ich nicht ein einziges Mal behauptet. Beim Geschäftsverkehr ist
immer die Legalbezeichnung der Firma, bzw. deren Zusätze zu verwenden. Wenn
ich mich mal selbst kurz zitieren darf:

Zitat aus einer meiner Antworten vorhin:
----------------------------------
die Bezeichung 'Mustersoft' ist auch bei einem Einzelunternehmer keineswegs
ein Verstoß gegen die Gewerbeordnung. Aus dem Schriftverkehr muss lediglich
die Rechtsform, und die Inhaberschaft erkenntlich gemacht werden. Wenn Du
den Beitrag aufmerksam liest, wirst Du feststellen, dass das auch so korrekt
dort steht. (1., 2. + 4.)

Zitat-Ende---------------------

Wo ist jetzt also das Problem?

andy

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 16.05.07 13:46 (Wed, 16 May 2007 14:46:05 +0200)
From: Jurriaan Schulman
Hallo Andy,

Danke für Deine Erläuterungen über die Geschäftbezeichnungen bei den
verschiedenen Rechtsformen. Wir reden hier aber über ein
Einzelunternehmen ohne Eintrag im Handelsregister. Und da ist es eben
so, dass von vielen IHK's und Rechtsanwälten die Meinung vertreten
wird, dass der Name des Unternehmens den ausgeschriebenen Vor- und
Nachnamen enthalten MUSS wie z.B. Goetz Buchholz hier formuliert:

"Ist das Unternehmen nicht im Handelsregister eingetragen, so muss
der Name des (voll haftenden) Inhabers schon aus dem Namen des
Unternehmens hervorgehen."

http://www.ratgeber-e-lancer.de/0701.html

oder hier von der IHK Würzburg

"Wer als Einzelunternehmer nicht in das Handelsregister eingetragen
ist (Kleingewerbetreibender), muß unter seinem Familiennamen mit
wenigstens einem ausgeschriebenen Vornamen im Rechts- und
Geschäftsverkehr auftreten. Er kann einen Hinweis auf seine Tätigkeit
und Branche beifügen, z. B. "Hans Meier Möbelhandel....

... Geschäfts-Bezeichnungen sind die Namen der Geschäftslokale wie z.
B. "Gaststätte zur Rose" oder "Atlanta-Lichtspiele". Sie sind keine
Firmennamen (Namen der Kaufleute), sondern bezeichnen das
Geschäftlokal. Diese Bezeichnungen haben sich in bestimmten Branchen
eingebürgert und sind dort ohne Eintragung in das Handelsregister
zulässig."

http://www.wuerzburg.ihk.de/index.php?id=72

Hier steht also nirgendwo, dass mann als Namen für das
Einzelunternehmen eine Fantasiebezeichnung wählen darf und das habe
ich so explizit auch bei keiner einzigen IHK so gesehen.

Da der Name eines Einzelunternehmens also die Namen des Besitzers
enthalten muß (denn das Gewerbe ist ja keine Firma und unzertrennlich
mit dem Inhaber verbunden), sagst Du also entweder, dass bei einem
Softwareunternehmen, z.B. zu Werbezwecken, ein Fantasiename als
Geschäftsbezeichnung zulässig ist oder aber dass es überhaupt nicht
stimmt, dass der Name eines nicht im Handelsregister eingetragenen
Einzelunternehmens nicht die ausgeschrieben Namen enthalten MUSS. Und
in beiden Fällen frage ich Dich, wo steht das explizit ???

Insofern besteht hier praktisch kein Unterschied, denn ich darf bei
beiden
Rechtsformen mit dem Firmennamen mein Geschäft promoten (z.B. auf einer
Webseite).

Bei einem Einzelunternehmen ohne Handelsregistereintrag stimmt das
nicht denn als nichteingetragener Kaufmann kann mann ja gar keinen
Firmennamen haben, da ja eine Firma im Handelsregister eingetragen
sein muß. Eine Geschäftsbezeichnung oder der Name des Unternehmens
sind also nicht zu verwechseln mit einem Firmennamen!

>
> Das hab ich nicht ein einziges Mal behauptet. Beim
> Geschäftsverkehr ist
> immer die Legalbezeichnung der Firma, bzw. deren Zusätze zu
> verwenden. Wenn
> ich mich mal selbst kurz zitieren darf:

Wir reden hier aber von einem Einzelunternehmen ohne Eintrag im
Handelsregister also keine Firma im rechtlichen Sinne. Unterscheidest
Du jetzt zwischen Legalbezeichnung und Fantasiebezeichnung, also kann
Deiner Meinung nach ein Einzelunternehmen zwei unterschiedliche Namen
haben ??? Mir scheint, dass Du hier juristische und umgangsprachliche
Begriffe durcheinander würfelst. Ein Einzelunternehmen kann nur einen
einzigen Namen haben und der enthält den Vor und Nachnamen. Das Du
daneben einen Fantasiebegriff als Name des Unternehmens bezeichnest
ist im juristischen Sinne m.E nicht richtig. Was Du wahrscheinlich
meinst, ist eine Geschäftsbezeichnung und ob eine
Geschäftsbezeichnung bei einem Einzelunternehmen zulässig ist, ist
juristisch überhaupt nicht klar.

Zur Klärung habe ich heute noch mal bei der IHK Hannover
nachgefragt, und die ließen überhaupt keinen Zweifel daran, dass bei
einem nicht eingetragenen Einzelunternehmen das erwähnen eines reinen
Fantasienamens auf der Homepage, auch als Logo, nicht zulässig ist
(also ein verstoß gegen die Gewerbeordnung ist), es sei denn dieser
Fantasiename ist als Marke eingetragen (dann ist es allerdings nicht
der Name des Unternehmens). Ich habe darauf hingewiesen, dass viele
Softwareunternehmen es so handhaben, wie Du und Christian es machen
und dann wurde ich darauf hingewiesen, dass das der IHK bekannt ist,
aber nichts daran ändert, dass das Gesetzwidrig ist.

Also zusammengefasst: der NAME des Einzelunternehmens muss laut IHK-
Hannover immer den ausgeschrieben Vor- und Nachnamen enthalten. Ein
Logo mit einem reinen Fantasienamen auf der Homepage ist nur
zulässig, wenn der Name als Marke eingetragen ist.

Ich will überhaupt nicht abstreiten, dass es Gewerbeämter oder IHKs
gibt die das anders handhaben und die eine Geschäftsbezeichnung bei
einem Softwareunternehmen nicht beanstanden. Rechtssicherheit ist das
aber nicht.

Du scheinst aus der Tatsache, dass in der Gewerbeordnung steht, dass
im Geschäftsverkehr die ausgeschriebenen Vor und Nachnamen angegeben
werden müssen, also automatisch zu schließen, dass ein Fantasiename
als Name oder als Geschäftsbezeichnung des Einzelunternehmens
zulässig ist. Und ich weise darauf hin, dass die Interpretation auf
jeden Fall von einigen IHKs und Rechtsanwälten nicht geteilt wird.
Ich habe Dich jetzt mehrmals gebeten mir irgendein Zitat oder Stelle
zu zeigen, woraus eindeutig (also nicht Deine persönliche
Interpretation) hervorgeht, dass ein reiner Fantasiename als Name des
Unternehmens für ein Einzelunternehmen zulässig ist oder alternativ,
dass eine Geschäftsbezeichnung zulässig ist. Leider kam von Dir
bisher nichts anderes als, dass das Deiner Meinung nach aus den von
mir verlinkten Seiten hervorgeht.

Mir ging es nur darum darauf hinzuweisen, dass der von Dir
dargestellte Sachverhalt mitnichten von allen IHK's so gesehen wird,
und dass eine kostenpflichte Abmunung durchaus möglich ist. Die
Tatsache, dass Du oder andere bisher noch keine Probleme damit
hatten, hilft dann leider auch wenig, wenn man die Rechtmäßigkeit
dieser Abmahnung nicht gerichtlich klären lassen will.

Das ganze noch mal zusammengefasst unter:

http://www.s-a-ve.com/faq/Gewerbetreibender1.pdf

> Wo ist jetzt also das Problem

Das Problem ist, dass Deine Meinung bei einer kostenpflichtigen
Abmahnung nichts hilft.

Und nochmals, dass hier ist alles meine persönliche Meinung und keine
Rechtsberatung und bevor Du meinst lustig darauf antworten zu müssen:
das sage ich weil ich sonst abgemahnt werden könnte.

Gruß

Jurriaan

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 16.05.07 15:16 (Wed, 16 May 2007 16:16:33 +0200)
From: Andy Fuchs
at 16.05.2007 14:46 Uhr, Jurriaan Schulman wrote:

> Du scheinst aus der Tatsache, dass in der Gewerbeordnung steht, dass
> im Geschäftsverkehr die ausgeschriebenen Vor und Nachnamen angegeben
> werden müssen, also automatisch zu schließen, dass ein Fantasiename
> als Name oder als Geschäftsbezeichnung des Einzelunternehmens
> zulässig ist. Und ich weise darauf hin, dass die Interpretation auf
> jeden Fall von einigen IHKs und Rechtsanwälten nicht geteilt wird.

Hallo Jurriaan,

1. vielen Dank für Deine Erläuterungen.
2. selbstverständlich wird die IHK auf Dein Nachfragen hin einen Teufel tun
und Dir was anderes sagen. Tatsache ist jedoch, dass dies allgemein üblich
ist und nicht beanstandet wird.
3. Ist Geschäftsverkehr nicht gleich Unternehmens-Präsentation.

> Ich habe Dich jetzt mehrmals gebeten mir irgendein Zitat oder Stelle
> zu zeigen, woraus eindeutig (also nicht Deine persönliche
> Interpretation) hervorgeht, dass ein reiner Fantasiename als Name des
> Unternehmens für ein Einzelunternehmen zulässig ist oder alternativ,

Wie bereits mehrfach erwähnt habe ich das NIE behauptet. Zum NAMEN eines
Unternehmens gehört IMMER ein Rechtsvertreter/Gesellschafter. Da macht es
keinen Unterschied, ob Einzelunternehmen oder beispielsweise GmbH.

Falls Du Dich nicht mehr erinnerst, hattest Du folgendes behauptet:

>> ich möchte noch hinzufügen, dass die Verwendung eines reinen
>> Fantasienamens für das Unternehmen m.E. nur zulässig ist wenn man im
>> Handelsregister eingetragen ist. Wie Du jetzt im Internet auftrittst,
>> riskierst Du soweit ich beurteilen kann eine kostenpflichte
>> Abmahnung.

Ich sagte:

> die Bezeichung 'Mustersoft' ist auch bei einem Einzelunternehmer keineswegs
> ein Verstoß gegen die Gewerbeordnung. Aus dem Schriftverkehr muss lediglich
> die Rechtsform, und die Inhaberschaft erkenntlich gemacht werden. Wenn Du
> den Beitrag aufmerksam liest, wirst Du feststellen, dass das auch so korrekt
> dort steht. (1., 2. + 4.)

Jetzt sagst Du:

> Mir ging es nur darum darauf hinzuweisen, dass der von Dir
> dargestellte Sachverhalt mitnichten von allen IHK's so gesehen wird,
> und dass eine kostenpflichte Abmunung durchaus möglich ist. Die
> Tatsache, dass Du oder andere bisher noch keine Probleme damit
> hatten, hilft dann leider auch wenig, wenn man die Rechtmäßigkeit
> dieser Abmahnung nicht gerichtlich klären lassen will.
>
> Das Problem ist, dass Deine Meinung bei einer kostenpflichtigen
> Abmahnung nichts hilft.

Du hast selbst zahlreiche Fundstellen geliefert, in denen nichts anderes
steht, als ich behauptet habe. Ein entsprechendes Verbot gibt es auch nicht,
also was willst Du? Hier handelt es sich um geltendes EU-Recht. Letzlich ist
das ganze Pfennigfuchserei, da es - insbesondere den Behörden - um die
Kenntlichmachung der Inhaberschaft geht. Uns solange diese gewährleistet ist
(z.B. über Impressum, Briefzusätze, etc...) überhaupt kein Handlungsbedarf
besteht.

Die Verwaltung wird dir keine kostenpflichtige Abmahnung zu kommen lassen,
da dies kein Instument der Verwaltung ggü. dem Bürger ist. Und eine
Privatperson, bzw. Firma hier keinen Grund für eine Abmahnung hätte.

Ich denke, Dein Problem ist ein anderes: Du bist angefressen weil ich Dir
widersprochen haben und versuchst jetzt das berühmte Haar in der Suppe zu
finden.

Anfangs fand ich das auch noch ganz amüsant, aber jetzt wird's langweilig.

> Und nochmals, dass hier ist alles meine persönliche Meinung und keine
> Rechtsberatung und bevor Du meinst lustig darauf antworten zu müssen:
> das sage ich weil ich sonst abgemahnt werden könnte.

Nunja - bei mir ist die Paranoia noch nicht ganz so weit.

andy

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 16.05.07 13:53 (Wed, 16 May 2007 14:53:52 +0200)
From: Sascha Schneppmueller
Leider hat mich die bisherige Diskussion bei mir persönlich nur für weitere
Unsicherheit gesorgt.
Ich möchte an dieser Stelle allen die sich bisher so engagiert um Aufklärung
bemüht haben danken.
Doch ich habe mich erst einmal dafür entschiden, meine Software bis auf
weiteres als Freeware anzubieten.

Gott sei Dank ist es in meinem Fall nur ein Hobby ... ;-)

Vielen Dank noch einmal an alle an der Diskussion Beteiligten.

Mfg Schneppi
http://www.schneppi-soft.de

Am 16.05.07 schrieb Jurriaan Schulman <<email address removed>>:
>
> Hallo Andy,
>
> Danke für Deine Erläuterungen über die Geschäftbezeichnungen bei den
> verschiedenen Rechtsformen. Wir reden hier aber über ein
> Einzelunternehmen ohne Eintrag im Handelsregister. Und da ist es eben
> so, dass von vielen IHK's und Rechtsanwälten die Meinung vertreten
> wird, dass der Name des Unternehmens den ausgeschriebenen Vor- und
> Nachnamen enthalten MUSS wie z.B. Goetz Buchholz hier formuliert:
>
> "Ist das Unternehmen nicht im Handelsregister eingetragen, so muss
> der Name des (voll haftenden) Inhabers schon aus dem Namen des
> Unternehmens hervorgehen."
>
> http://www.ratgeber-e-lancer.de/0701.html
>
> oder hier von der IHK Würzburg
>
> "Wer als Einzelunternehmer nicht in das Handelsregister eingetragen
> ist (Kleingewerbetreibender), muß unter seinem Familiennamen mit
> wenigstens einem ausgeschriebenen Vornamen im Rechts- und
> Geschäftsverkehr auftreten. Er kann einen Hinweis auf seine Tätigkeit
> und Branche beifügen, z. B. "Hans Meier Möbelhandel....
>
> ... Geschäfts-Bezeichnungen sind die Namen der Geschäftslokale wie z.
> B. "Gaststätte zur Rose" oder "Atlanta-Lichtspiele". Sie sind keine
> Firmennamen (Namen der Kaufleute), sondern bezeichnen das
> Geschäftlokal. Diese Bezeichnungen haben sich in bestimmten Branchen
> eingebürgert und sind dort ohne Eintragung in das Handelsregister
> zulässig."
>
> http://www.wuerzburg.ihk.de/index.php?id=72
>
> Hier steht also nirgendwo, dass mann als Namen für das
> Einzelunternehmen eine Fantasiebezeichnung wählen darf und das habe
> ich so explizit auch bei keiner einzigen IHK so gesehen.
>
> Da der Name eines Einzelunternehmens also die Namen des Besitzers
> enthalten muß (denn das Gewerbe ist ja keine Firma und unzertrennlich
> mit dem Inhaber verbunden), sagst Du also entweder, dass bei einem
> Softwareunternehmen, z.B. zu Werbezwecken, ein Fantasiename als
> Geschäftsbezeichnung zulässig ist oder aber dass es überhaupt nicht
> stimmt, dass der Name eines nicht im Handelsregister eingetragenen
> Einzelunternehmens nicht die ausgeschrieben Namen enthalten MUSS. Und
> in beiden Fällen frage ich Dich, wo steht das explizit ???
>
> Insofern besteht hier praktisch kein Unterschied, denn ich darf bei
> beiden
> Rechtsformen mit dem Firmennamen mein Geschäft promoten (z.B. auf einer
> Webseite).
>
> Bei einem Einzelunternehmen ohne Handelsregistereintrag stimmt das
> nicht denn als nichteingetragener Kaufmann kann mann ja gar keinen
> Firmennamen haben, da ja eine Firma im Handelsregister eingetragen
> sein muß. Eine Geschäftsbezeichnung oder der Name des Unternehmens
> sind also nicht zu verwechseln mit einem Firmennamen!
>
> >
> > Das hab ich nicht ein einziges Mal behauptet. Beim
> > Geschäftsverkehr ist
> > immer die Legalbezeichnung der Firma, bzw. deren Zusätze zu
> > verwenden. Wenn
> > ich mich mal selbst kurz zitieren darf:
>
> Wir reden hier aber von einem Einzelunternehmen ohne Eintrag im
> Handelsregister also keine Firma im rechtlichen Sinne. Unterscheidest
> Du jetzt zwischen Legalbezeichnung und Fantasiebezeichnung, also kann
> Deiner Meinung nach ein Einzelunternehmen zwei unterschiedliche Namen
> haben ??? Mir scheint, dass Du hier juristische und umgangsprachliche
> Begriffe durcheinander würfelst. Ein Einzelunternehmen kann nur einen
> einzigen Namen haben und der enthält den Vor und Nachnamen. Das Du
> daneben einen Fantasiebegriff als Name des Unternehmens bezeichnest
> ist im juristischen Sinne m.E nicht richtig. Was Du wahrscheinlich
> meinst, ist eine Geschäftsbezeichnung und ob eine
> Geschäftsbezeichnung bei einem Einzelunternehmen zulässig ist, ist
> juristisch überhaupt nicht klar.
>
> Zur Klärung habe ich heute noch mal bei der IHK Hannover
> nachgefragt, und die ließen überhaupt keinen Zweifel daran, dass bei
> einem nicht eingetragenen Einzelunternehmen das erwähnen eines reinen
> Fantasienamens auf der Homepage, auch als Logo, nicht zulässig ist
> (also ein verstoß gegen die Gewerbeordnung ist), es sei denn dieser
> Fantasiename ist als Marke eingetragen (dann ist es allerdings nicht
> der Name des Unternehmens). Ich habe darauf hingewiesen, dass viele
> Softwareunternehmen es so handhaben, wie Du und Christian es machen
> und dann wurde ich darauf hingewiesen, dass das der IHK bekannt ist,
> aber nichts daran ändert, dass das Gesetzwidrig ist.
>
> Also zusammengefasst: der NAME des Einzelunternehmens muss laut IHK-
> Hannover immer den ausgeschrieben Vor- und Nachnamen enthalten. Ein
> Logo mit einem reinen Fantasienamen auf der Homepage ist nur
> zulässig, wenn der Name als Marke eingetragen ist.
>
> Ich will überhaupt nicht abstreiten, dass es Gewerbeämter oder IHKs
> gibt die das anders handhaben und die eine Geschäftsbezeichnung bei
> einem Softwareunternehmen nicht beanstanden. Rechtssicherheit ist das
> aber nicht.
>
> Du scheinst aus der Tatsache, dass in der Gewerbeordnung steht, dass
> im Geschäftsverkehr die ausgeschriebenen Vor und Nachnamen angegeben
> werden müssen, also automatisch zu schließen, dass ein Fantasiename
> als Name oder als Geschäftsbezeichnung des Einzelunternehmens
> zulässig ist. Und ich weise darauf hin, dass die Interpretation auf
> jeden Fall von einigen IHKs und Rechtsanwälten nicht geteilt wird.
> Ich habe Dich jetzt mehrmals gebeten mir irgendein Zitat oder Stelle
> zu zeigen, woraus eindeutig (also nicht Deine persönliche
> Interpretation) hervorgeht, dass ein reiner Fantasiename als Name des
> Unternehmens für ein Einzelunternehmen zulässig ist oder alternativ,
> dass eine Geschäftsbezeichnung zulässig ist. Leider kam von Dir
> bisher nichts anderes als, dass das Deiner Meinung nach aus den von
> mir verlinkten Seiten hervorgeht.
>
> Mir ging es nur darum darauf hinzuweisen, dass der von Dir
> dargestellte Sachverhalt mitnichten von allen IHK's so gesehen wird,
> und dass eine kostenpflichte Abmunung durchaus möglich ist. Die
> Tatsache, dass Du oder andere bisher noch keine Probleme damit
> hatten, hilft dann leider auch wenig, wenn man die Rechtmäßigkeit
> dieser Abmahnung nicht gerichtlich klären lassen will.
>
> Das ganze noch mal zusammengefasst unter:
>
> http://www.s-a-ve.com/faq/Gewerbetreibender1.pdf
>
> > Wo ist jetzt also das Problem
>
> Das Problem ist, dass Deine Meinung bei einer kostenpflichtigen
> Abmahnung nichts hilft.
>
> Und nochmals, dass hier ist alles meine persönliche Meinung und keine
> Rechtsberatung und bevor Du meinst lustig darauf antworten zu müssen:
> das sage ich weil ich sonst abgemahnt werden könnte.
>
> Gruß
>
> Jurriaan
>

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 16.05.07 14:18 (Wed, 16 May 2007 15:18:03 +0200)
From: Dietmar Plaßmann
Zitat von Sascha Schneppmueller <<email address removed>>:

> Doch ich habe mich erst einmal dafür entschiden, meine Software bis auf
> weiteres als Freeware anzubieten.

Hast dich bange machen lassen :-) Verkauf deine Software ruhig. Ich
weiß nicht was Du an Geld nehmen willst, aber vielleicht reicht es mal
für einen neuen Rechner oder Du bekommst die Investitionen in Software
wieder raus.

> Gott sei Dank ist es in meinem Fall nur ein Hobby ... ;-)

Eben. Die Gelder die reinkommen, werden nie abgleichen was Du an
Arbeit da rein steckst, solang Du es als Hobby betreibst. Und wenn die
Nachfrage permanent steigt, dann kannst Du imer noch ein Gewerbe
anmelden.

Ich finde die Idee mit der Freeware allerdings auch besser. Wenn Du
Geld dafür nimmst, steckst auch immer ein bisschen die moralische
Verpflichtung nach Support und Weiterentwicklung dahinter. Ich weiß
nicht wie lange Du schon programmierst, aber manchmal ist es schwer
mit der Entwicklung der BS mitzuhalten und ich kenne einige, die
inzwischen wieder das Handtuch geworfen haben, bzw. ein anderes Hobby
fanden.

Dietmar

PS: Und nächstens Mal kein TOFU bitte.

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 16.05.07 14:42 (Wed, 16 May 2007 15:42:31 +0200)
From: Stefan Mettenbrink
Dietmar Plaßmann wrote:

> Ich finde die Idee mit der Freeware allerdings auch besser. Wenn Du
> Geld dafür nimmst, steckst auch immer ein bisschen die moralische
> Verpflichtung nach Support und Weiterentwicklung dahinter.

Das ist auch bei mir bisher ausschlaggebend gewesen. Solange mein
Arbeitgeber noch genug bezahlt, dass ich mein Hobby finanzieren kann
werde ich das wohl auch so lassen :-)

MfG, Metti.

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 16.05.07 14:50 (Wed, 16 May 2007 15:50:29 +0200)
From: Sascha Schneppmueller
Jupp. Mir is Bange ;-)

BTW: Was bitte ist "TOFU" ? :-)

Am 16.05.07 schrieb Dietmar Plaßmann <<email address removed>>:
>
> Zitat von Sascha Schneppmueller <<email address removed>>:
>
> > Doch ich habe mich erst einmal dafür entschiden, meine Software bis auf
> > weiteres als Freeware anzubieten.
>
> Hast dich bange machen lassen :-) Verkauf deine Software ruhig. Ich
> weiß nicht was Du an Geld nehmen willst, aber vielleicht reicht es mal
> für einen neuen Rechner oder Du bekommst die Investitionen in Software
> wieder raus.
>
> > Gott sei Dank ist es in meinem Fall nur ein Hobby ... ;-)
>
> Eben. Die Gelder die reinkommen, werden nie abgleichen was Du an
> Arbeit da rein steckst, solang Du es als Hobby betreibst. Und wenn die
> Nachfrage permanent steigt, dann kannst Du imer noch ein Gewerbe
> anmelden.
>
> Ich finde die Idee mit der Freeware allerdings auch besser. Wenn Du
> Geld dafür nimmst, steckst auch immer ein bisschen die moralische
> Verpflichtung nach Support und Weiterentwicklung dahinter. Ich weiß
> nicht wie lange Du schon programmierst, aber manchmal ist es schwer
> mit der Entwicklung der BS mitzuhalten und ich kenne einige, die
> inzwischen wieder das Handtuch geworfen haben, bzw. ein anderes Hobby
> fanden.
>
> Dietmar
>
> PS: Und nächstens Mal kein TOFU bitte.
>

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 16.05.07 15:19 (Wed, 16 May 2007 16:19:56 +0200)
From: Andy Fuchs

Text Oben Fullquote Unten :-)

andy

at 16.05.2007 15:50 Uhr, Sascha Schneppmueller wrote:

> BTW: Was bitte ist "TOFU" ? :-)

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 16.05.07 15:23 (Wed, 16 May 2007 16:23:22 +0200)
From: Dietmar Plaßmann
Zitat von Sascha Schneppmueller <<email address removed>>:

> BTW: Was bitte ist "TOFU" ? :-)

Wenn ich mit zwei Links antworten darf :-)
<http://de.wikipedia.org/wiki/TOFU>
<http://learn.to/quote>

Auf TOFU könnte fast komplett verzichtet werden, wenn die großen
Mail-Programme endlich eine Verkettung unterstützen würden, wie sie im
Usenet seit Urzeiten gang und gäbe ist.

Dietmar

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 16.05.07 15:44 (Wed, 16 May 2007 16:44:56 +0200)
From: Andy Fuchs
> Auf TOFU könnte fast komplett verzichtet werden, wenn die großen
> Mail-Programme endlich eine Verkettung unterstützen würden, wie sie im
> Usenet seit Urzeiten gang und gäbe ist.

Naja - obwohl Entourage Threads unterstützt, habe ich die Funktion
eigentlich immer aus. Ich finde thematische Sortierung ziemlich unhandlich,
wenn Du ein hohes Mail-Aufkommen hast (da nehm ich lieber TOFU). Ich will ja
eigentlich sehen, welche Mails als letzes reingekommen sind... Aber das ist
vermutlich einfach Geschmacksache.

Das 'learn.to/quote/' ist zwar immer mal ein Zitat wert, aber m.E. auch
schon etwas in die Jahre gekommen. :-)

andy

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 16.05.07 17:21 (Wed, 16 May 2007 18:21:43 +0200)
From: Dietmar Plaßmann <
Andy Fuchs wrote:

> Naja - obwohl Entourage Threads unterstützt, habe ich die Funktion
> eigentlich immer aus. Ich finde thematische Sortierung ziemlich unhandlich,
> wenn Du ein hohes Mail-Aufkommen hast (da nehm ich lieber TOFU)

Ich kenne Entourage nicht, aber ich habe meine Mails/News auch nach
Dateum sortiert. Nur sehe ich sofort ob jemand geantwortet hat und kann
auch sofort zur Antwort, bzw. zur vorherigen Nachricht springen. Den
enstandenen Baum kann man sich auch sofort anschauen, soweit einem das
hilft :-)

Dietmar

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 16.05.07 17:32 (Wed, 16 May 2007 18:32:10 +0200)
From: Andy Fuchs
> auch sofort zur Antwort, bzw. zur vorherigen Nachricht springen. Den
> enstandenen Baum kann man sich auch sofort anschauen, soweit einem das
> hilft :-)

Schon klar - ich finde das auch von Vorteil und hab' das auch eine ganze
Zeit gemacht. Irgendwann bin ich aber dann doch wieder zur guten alten
Listen-Ansicht zurück - der Mensch ist halt Gewohnheits-Tier :-)

andy

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 16.05.07 18:15 (Wed, 16 May 2007 19:15:36 +0200)
From: Stefan Mettenbrink
Andy Fuchs wrote:

>> auch sofort zur Antwort, bzw. zur vorherigen Nachricht springen. Den
>> enstandenen Baum kann man sich auch sofort anschauen, soweit einem das
>> hilft :-)
>
> Schon klar - ich finde das auch von Vorteil und hab' das auch eine ganze
> Zeit gemacht. Irgendwann bin ich aber dann doch wieder zur guten alten
> Listen-Ansicht zurück - der Mensch ist halt Gewohnheits-Tier :-)

Die Listenansicht ist nicht das Problem. Das Problem ist die
Unfähigkeit vieler Mailer, keine Komentarverkettung zu bieten. Wenn
ich eine Antwort auf eine Mail bekomme, kann ich in meinem Mailer die
Mail anzeigen lassen, auf die sich die Antwort bezieht. Dadurch ist es
nicht erforderlich meine Mail in die Antwortmail zu übernehmen.

MfG, Metti.

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 16.05.07 16:05 (Wed, 16 May 2007 17:05:35 +0200)
From: Sascha Schneppmueller
Am 16.05.07 schrieb Andy Fuchs <<email address removed>>:
>
> Text Oben Fullquote Unten :-)
>
> andy
>
> at 16.05.2007 15:50 Uhr, Sascha Schneppmueller wrote:
>
> > BTW: Was bitte ist "TOFU" ? :-)
>
Zum "TOFU": *gg
Ah. Danke :-)
Ich nutze Google Mail und das ist meine reine Bequemlichkeit.
Mal sehen ob ich das "in den Griff bekomme" ;-)

Zur Diskussion:
Ich denke die wichtigsten Aspekte wurden bereits von verschiedenen Seiten
angesprochen und es gibt keinen Grund sich hier weiter um Feinheiten zu
"zanken".
Lasst uns besser wieder zu unserer eigentlichen "Passion" zurückkehren.

Mfg Schneppi

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 15.05.07 19:12 (Tue, 15 May 2007 20:12:57 +0200)
From: Sascha Schneppmueller
Wenn ich das so alles lese, kommen mir grosse Zweifel ob ich meine Software
tatsächlich verkaufen sollte oder nicht besser gleich als Freeware anbieten
soll.
Es steckt zwar viel Arbeit darin und RB (4 Lizenzen - fragt bitte nicht
warum...) die RB Plugins, Grafiksoftware und sonstige Ausgaben waren auch
beträchtlich, aber ich möchte nur ungerne das Risiko eines Verstosses gegen
irgendeine Verordnung oder die Verletzung eines Gesetzes, eingehen.

Schade. Aber weil ich schon befürchtet hatte das es in Deutschland "zu
gefährlich" ist seine Arbeit einfach so zu Verkaufen, habe ich das Thema
hier angesprochen.

Wen wundert es da noch das die Menschen so viel "Angst" vor der
Selbstständigkeit und Nebenberuflichen Tätigkeiten haben ? Aber das ist ein
anderes Thema...

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 15.05.07 20:06 (Tue, 15 May 2007 21:06:28 +0200)
From: Andy Fuchs
> Wenn ich das so alles lese, kommen mir grosse Zweifel ob ich meine
> Software
tatsächlich verkaufen sollte oder nicht besser gleich als Freeware
> anbieten
soll.
Es steckt zwar viel Arbeit darin und RB (4 Lizenzen - fragt
> bitte nicht
warum...) die RB Plugins, Grafiksoftware und sonstige Ausgaben
> waren auch
beträchtlich, aber ich möchte nur ungerne das Risiko eines
> Verstosses gegen
irgendeine Verordnung oder die Verletzung eines Gesetzes,
> eingehen.

Schade. Aber weil ich schon befürchtet hatte das es in Deutschland
> "zu
gefährlich" ist seine Arbeit einfach so zu Verkaufen, habe ich das
> Thema
hier angesprochen.

Wen wundert es da noch das die Menschen so viel
> "Angst" vor der
Selbstständigkeit und Nebenberuflichen Tätigkeiten haben ?
> Aber das ist ein
anderes Thema...

So schlimm ist's nun auch wieder nicht. Man kann die Sache auch päpstlicher
sehen als der Papst. Und trotzdem, du kannst erstmal Deine Software
verkaufen OHNE eine Firma zu gründen. Wenn Du dann merkst, dass Du über alle
Freibeträge drüber kommst, dann kannst Du NACHTRÄGLICH eine Firma für das
laufende (und abgeschlossene) Jahr gründen. Dann siehst Du auch was du für
eine Rechtsform brauchst.

Was Du dir allerdings schon VORHER überlegen mußt, ist, ob Du
Umsatzsteuerpflichtig werden willst. Dementsprechend mußt Du die jeweilige
Mehrwertsteuer ausweisen und ans Finanzamt abführen (am Anfang jährlich).
Der Vorteil ist aber, dass Du dann auch Anschaffungen, die Deine Tätigkeit
betreffen, von der Steuer absetzen kannst, bzw. mit der abzuführenden
Vorsteuer verrechnen kannst. Ob sich das rentiert kann man auf einem Blatt
Papier ausrechnen.

Also nur keine Panik...

grüße

andy

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 15.05.07 20:09 (Tue, 15 May 2007 21:09:04 +0200)
From: Stefan Weigel
Hallo Sascha,

Sascha Schneppmueller schrieb:

> Wenn ich das so alles lese, kommen mir grosse Zweifel ob ich meine Software
> tatsächlich verkaufen sollte oder nicht besser gleich als Freeware anbieten
> soll.
> Es steckt zwar viel Arbeit darin und RB (4 Lizenzen - fragt bitte nicht
> warum...) die RB Plugins, Grafiksoftware und sonstige Ausgaben waren auch
> beträchtlich, aber ich möchte nur ungerne das Risiko eines Verstosses gegen
> irgendeine Verordnung oder die Verletzung eines Gesetzes, eingehen.

Bedenke, dass dieses Risiko auch besteht, wenn Du Dein Werk
kostenlos in Verkehr bringst!

> Wen wundert es da noch das die Menschen so viel "Angst" vor der
> Selbstständigkeit und Nebenberuflichen Tätigkeiten haben ?

Ja. Unsere Welt ist auf Konzerne optimiert. :-(

Gruß

Stefan

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 15.05.07 21:46 (Tue, 15 May 2007 22:46:08 +0200)
From: Mike Ott
Hallo Schneppi

Ich verkaufe meine Software seit geraumer Zeit auf meiner HP
(www.psb-info.ch). Kannst dir ja die Probeversion downloaden, dann hast du
auch gleich den Lizenztext und Copyright dabei. Mit einigen Anpassungen
könnte das bald für dich passen.

Als Installerprogramm empfehle ich für Mac MacInstallerbuilder bzw. auf
Windows ZupMaker. Sind beides günstige Sharewares, können aber fast alles,
Lizenztexte anzeigen no prob.

Als Shop-Anbieter mit Kreditkartenanbindung kann ich ck-software.de
empfehlen. Super Service, flexibel, Preis OK:

http://www.ck-software.de/vertrieb/servicegebuehren.htm

Was die rechtliche Situation betrifft kann ich nicht mitreden, denn ich
versteure in der Schweiz. Hoffentlich hilft's dir trotzdem, lass dich nicht
entmutigen vom Paragraphenberg!

Gruss
Mike Ott

Am 15.5.2007 20:12 Uhr schrieb "Sascha Schneppmueller" unter
<<email address removed>>:

> Wenn ich das so alles lese, kommen mir grosse Zweifel ob ich meine
> Software
tatsächlich verkaufen sollte oder nicht besser gleich als Freeware
> anbieten
soll.
Es steckt zwar viel Arbeit darin und RB (4 Lizenzen - fragt
> bitte nicht
warum...) die RB Plugins, Grafiksoftware und sonstige Ausgaben
> waren auch
beträchtlich, aber ich möchte nur ungerne das Risiko eines
> Verstosses gegen
irgendeine Verordnung oder die Verletzung eines Gesetzes,
> eingehen.

Schade. Aber weil ich schon befürchtet hatte das es in Deutschland
> "zu
gefährlich" ist seine Arbeit einfach so zu Verkaufen, habe ich das
> Thema
hier angesprochen.

Wen wundert es da noch das die Menschen so viel
> "Angst" vor der
Selbstständigkeit und Nebenberuflichen Tätigkeiten haben ?
> Aber das ist ein
anderes Thema...

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 15.05.07 17:14 (Tue, 15 May 2007 18:14:14 +0200)
From: Jurriaan Schulman
Nachtrag:

auf den Seiten von S.A.V.E ist einiges unter "eCommerce / Gewerbe"
gut erklärt:

http://www.s-a-ve.com/faq/index.htm

Gruß

Jurriaan

Am 15.05.2007 um 18:00 schrieb Jurriaan Schulman:

> Hi Andy,
>
> was ist daran vollkommen verkehrt? Wenn man als Einzelunternehmen
> auftritt müssen Vor- und Nachnamen im Namen des Unternehmens voll
> ausgeschrieben vorkommen, eventuell mit Fantasie-Zusatz. Ein reiner
> Fantasiename ist in Deutschland nur zulässig, wenn das Unternehmen
> im Handelsregister eingetragen ist, und dann mit Zusatz wie e.K.,
> GmbH usw. Also "Max Mustermann Softwareberatung" ist zulässig, der
> reine Auftritt unter Mustersoft wäre ein Verstoß gegen § 15b GewO
>
> Es gibt viele Diskussion im Internet hierzu. Google mal nach
> Fantasiename + Einzelunternehmen oder Gewerbe.
>
> z.B. unter http://www.frag-rechtstipps.de/Fantasiename-f%FCr-
> Einzelunternehmen__f11742.html
>
> Also, es ist richtig, dass man sich nicht ins Handelsregister
> eintragen muß, nur darf man dann nicht unter einem reinen
> Fantasienamen auftreten, weil der Gesetzgeber meint, dass man dann
> größer erscheint als mann ist.
>
> Ich bin kein Rechtsanwalt, also das hier ist nicht als
> Rechtsberatung zu verstehen.
>
> Wenn Du meinst, dass das alles nicht stimmt, bitte ich um einen
> Link der das bestätigt.
>
> Gruß
>
> Jurriaan
>
> Am 15.05.2007 um 17:31 schrieb Andy Fuchs:
>
>> Das ist leider vollkommen verkehrt!
>>
>> Du kannst Dir jeden X-beliebigen Namen ausdenken, solange Du nicht
>> gegen
>> eine bestehendes Markenrecht verstösst, bzw. der Name einem
>> konkurrierenden
>> Markeninhaber nicht zu ähnlich ist.
>>
>> Wegen Software-Verkauf muß sich kein Mensch ins Handelsregister
>> eintragen
>> lassen. Auch ein Gewerbeschein ist dafür nicht nötig.
>>
>> andy
>>
>> at 15.05.2007 17:16 Uhr, Jurriaan Schulman wrote:
>>
>>> Moin.
>>>
>>> ich möchte noch hinzufügen, dass die Verwendung eines reinen
>>> Fantasienamens für das Unternehmen m.E. nur zulässig ist wenn man im
>>> Handelsregister eingetragen ist. Wie Du jetzt im Internet
>>> auftrittst,
>>> riskierst Du soweit ich beurteilen kann eine kostenpflichte
>>> Abmahnung.
>>>
>>> Gruß
>>>
>>> Jurriaan
>>

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 15.05.07 17:48 (Tue, 15 May 2007 18:48:24 +0200)
From: Andy Fuchs
> auf den Seiten von S.A.V.E ist einiges unter "eCommerce / Gewerbe"
> gut erklärt:
>

nämlich?

Gruß

andy

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 15.05.07 17:15 (Tue, 15 May 2007 18:15:59 +0200)
From: Erich Witte ADS-Hilfe
Ích fürchte, das ist leider vollkommen verkehrt ;).

Und zwar als Antwort auf Juriaan. Der hat nämlich nicht über Markenrechte
geschrieben, sondern über den Namen des Unternehmens. Und da ist es
tatsächlich so, dass der Anbietername eindeutig erkennbar sein muss.Ein
abstrakter Firmenname ist eben nur bei einer Firma zulässig. Etwas anderes
ist das bei einer Produktbezeichnung, die dann allerdings noch längst keine
Markenbezeichnung ist.

Das Handelsregister ist tatsächlich ohne Interesse im Fall eines
Softwareproduzenten mit eigenem Vertrieb. Aber die Einnahmen müssen ja
irgendwann deklariert bzw. versteuert werden. Und da es keine Einnahme aus
abhängiger Beschäftigung ist, liegt eine selbständige Tätigkeit vor. Und um
hierfür Rechnungen ausstellen zu dürfen, benötigt auch der Nebengewerbler
eine Steuernummer. D.h. also, dass die Angelegenheit beim Finanzamt
angemeldet werden sollte. Das Finanzamt informiert dann seinerseits IHK,
Ordnungs- oder Gewerbeamt. Es hängt von der Kommune ab, ob sie dafür eine
Gewerbeanmeldung haben will. Viele wollen das, weil das gut für die
Statistik ist. Kleinstgewerbetreibende sind allerdings von IHK-Kosten
befreit. Die Freibeträge findet man bei der zuständigen IHK.

Die nächste Tücke lauert bei der Sozialversicherung. Nehmen wir an, die
Herstellung und der Vertrieb der Software bringt monatlich 351,00 Euro
Nettogewinn. Dann könnte die Krankenversichung auf die Idee kommenzu sagen,
der werte Kleinunternehmer möge sich doch bitte künftig freiwillig
weiterversichern. Also sollten auch in dem Bereich gesetzliche Bestimmungen
beachtet werden, um keine böse Überraschung zu erleben.

Nicht zuletzt würde ich mich fragen, ob meine Software finanziellen Schaden
verursachen kann, also ob ggf. eine Betriebshaftpflicht sinnvoll wäre.

Freundliche Grüße

Erich

----- Original Message -----
From: "Andy Fuchs" <<email address removed>>
To: "REALbasic-NUG German" <<email address removed>>;
"Jurriaan Schulman" <<email address removed>>
Sent: Tuesday, May 15, 2007 5:31 PM
Subject: Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen

Das ist leider vollkommen verkehrt!

Du kannst Dir jeden X-beliebigen Namen ausdenken, solange Du nicht gegen
eine bestehendes Markenrecht verstösst, bzw. der Name einem konkurrierenden
Markeninhaber nicht zu ähnlich ist.

Wegen Software-Verkauf muß sich kein Mensch ins Handelsregister eintragen
lassen. Auch ein Gewerbeschein ist dafür nicht nötig.

andy

at 15.05.2007 17:16 Uhr, Jurriaan Schulman wrote:

> Moin.
>
> ich möchte noch hinzufügen, dass die Verwendung eines reinen
> Fantasienamens für das Unternehmen m.E. nur zulässig ist wenn man im
> Handelsregister eingetragen ist. Wie Du jetzt im Internet auftrittst,
> riskierst Du soweit ich beurteilen kann eine kostenpflichte Abmahnung.
>
> Gruß
>
> Jurriaan

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 15.05.07 17:36 (Tue, 15 May 2007 18:36:57 +0200)
From: Andy Fuchs
Hallo Erich,

ich fürchte, das ist leider vollkommen verkehrt ;-))

> Das Finanzamt informiert dann seinerseits IHK,
> Ordnungs- oder Gewerbeamt.

Das wäre leider ein Verstoß gegen das Steuer-Geheimnis, deshalb sollten die
Finanzämter dies besser nicht tun :-)

> Es hängt von der Kommune ab, ob sie dafür eine
> Gewerbeanmeldung haben will. Viele wollen das, weil das gut für die
> Statistik ist. Kleinstgewerbetreibende sind allerdings von IHK-Kosten

Nicht ganz: Ein Gewerbetreibender benötigt einen Gewerbeschein. Die reine
Software-Herstellung ist kein Gewerbe solange man die Software nicht
gewerblich erstellt (z.B. weil man als Software-Entwickler Aufträge entgegen
nimmt, bzw irgendwo beschäftigt ist). Weiter sind einige Berufe generell vom
Gewerbeschein befreit (sog. Freiberufliche Tätigkeit)- dabei kommt es auf
die Ausrichtung der Tätigkeit an (da kann auch die Gemeinde nicht dran
rütteln).

> Die nächste Tücke lauert bei der Sozialversicherung.

Das kommt drauf an. Bin ich Einzelunternehmer (z.B. beherrschender
Gesellschafter in einer GmbH), bin ich grundsätzlich von den gesetzlichen
Sozialversicherungen ausgeschlossen. Keine Frage: Ich muß mich um meine
Versicherungen kümmern (wie z.B. Krankenversicherung, etc...), als
Unternehmer habe ich hier allerdings Gestaltungsfreiheit.

> Nicht zuletzt würde ich mich fragen, ob meine Software finanziellen Schaden
> verursachen kann, also ob ggf. eine Betriebshaftpflicht sinnvoll wäre.

Bei Shareware dürfte dies in der Regel bereits in den Lizenzbestimmungen
ausgeschlossen sein. Bei kommerzieller Software kann dies durchaus sinnvoll
sein.

Schöne Diskussion

Grüße

andy


at 15.05.2007 18:15 Uhr, Erich Witte ADS-Hilfe wrote:

> Ích fürchte, das ist leider vollkommen verkehrt ;).
>
> Und zwar als Antwort auf Juriaan. Der hat nämlich nicht über Markenrechte
> geschrieben, sondern über den Namen des Unternehmens. Und da ist es
> tatsächlich so, dass der Anbietername eindeutig erkennbar sein muss.Ein
> abstrakter Firmenname ist eben nur bei einer Firma zulässig. Etwas anderes
> ist das bei einer Produktbezeichnung, die dann allerdings noch längst keine
> Markenbezeichnung ist.
>
> Das Handelsregister ist tatsächlich ohne Interesse im Fall eines
> Softwareproduzenten mit eigenem Vertrieb. Aber die Einnahmen müssen ja
> irgendwann deklariert bzw. versteuert werden. Und da es keine Einnahme aus
> abhängiger Beschäftigung ist, liegt eine selbständige Tätigkeit vor. Und um
> hierfür Rechnungen ausstellen zu dürfen, benötigt auch der Nebengewerbler
> eine Steuernummer. D.h. also, dass die Angelegenheit beim Finanzamt
> angemeldet werden sollte. Das Finanzamt informiert dann seinerseits IHK,
> Ordnungs- oder Gewerbeamt. Es hängt von der Kommune ab, ob sie dafür eine
> Gewerbeanmeldung haben will. Viele wollen das, weil das gut für die
> Statistik ist. Kleinstgewerbetreibende sind allerdings von IHK-Kosten
> befreit. Die Freibeträge findet man bei der zuständigen IHK.
>
> Die nächste Tücke lauert bei der Sozialversicherung. Nehmen wir an, die
> Herstellung und der Vertrieb der Software bringt monatlich 351,00 Euro
> Nettogewinn. Dann könnte die Krankenversichung auf die Idee kommenzu sagen,
> der werte Kleinunternehmer möge sich doch bitte künftig freiwillig
> weiterversichern. Also sollten auch in dem Bereich gesetzliche Bestimmungen
> beachtet werden, um keine böse Überraschung zu erleben.
>
> Nicht zuletzt würde ich mich fragen, ob meine Software finanziellen Schaden
> verursachen kann, also ob ggf. eine Betriebshaftpflicht sinnvoll wäre.
>
> Freundliche Grüße
>
> Erich

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 15.05.07 17:54 (Tue, 15 May 2007 18:54:18 +0200)
From: Erich Witte ADS-Hilfe
Oh je, es wird immer verkehrter ;)))

Das Steuergeheimnis hat nichts damit zu tun, dass das FA andere Behörden
bzw. Instituionen über eine Betriebseröffnung informiert. Und deswegen tu
die das auch ganz eiskalt.

Eine der unzähligen Fundstellen, wo man das nachlesen kann, ist z.B. diese:
http://www.newcome.de/gruenderguide/index.php?timme=&oid%687&PHPSESSIDÇ65.

Softwareherstellung und -vertrieb ist immer gewerblich. Als freier Beruf
wäre es höchstens anzusehen, wenn es um Softwaredesign geht also ohne
programmierende Handarbeit.

Die wichtigste Fragestellung ist übrigens, ob es sich bei der
Softwareherstellung und dem -verkauf evtl. um eine Liebhaberei handeln
könnte. Aber bei einem Vertrieb über die eigene Internetseite sieht das doch
schon sehr nach Gewinnerzielungsabsicht aus. Jedenfalls würde ich mich beim
FA sicherheitshalber erkundigen, ab welcher Schwelle (Umsatz, Art und Weise
des Vertriebs) aus dem Hobby eine Unternehmung wird. Denn das bedeutet nicht
unbedingt, dass der Staat gleich abkassiert, sondern man einen Haufen
Vortschriften und Regeln zu beachten hat.

Grüße

Erich

----- Original Message -----
From: "Andy Fuchs" <<email address removed>>
To: "REALbasic-NUG German" <<email address removed>>
Sent: Tuesday, May 15, 2007 6:36 PM
Subject: Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen

Hallo Erich,

ich fürchte, das ist leider vollkommen verkehrt ;-))

> Das Finanzamt informiert dann seinerseits IHK,
> Ordnungs- oder Gewerbeamt.

Das wäre leider ein Verstoß gegen das Steuer-Geheimnis, deshalb sollten die
Finanzämter dies besser nicht tun :-)

> Es hängt von der Kommune ab, ob sie dafür eine
> Gewerbeanmeldung haben will. Viele wollen das, weil das gut für die
> Statistik ist. Kleinstgewerbetreibende sind allerdings von IHK-Kosten

Nicht ganz: Ein Gewerbetreibender benötigt einen Gewerbeschein. Die reine
Software-Herstellung ist kein Gewerbe solange man die Software nicht
gewerblich erstellt (z.B. weil man als Software-Entwickler Aufträge entgegen
nimmt, bzw irgendwo beschäftigt ist). Weiter sind einige Berufe generell vom
Gewerbeschein befreit (sog. Freiberufliche Tätigkeit)- dabei kommt es auf
die Ausrichtung der Tätigkeit an (da kann auch die Gemeinde nicht dran
rütteln).

> Die nächste Tücke lauert bei der Sozialversicherung.

Das kommt drauf an. Bin ich Einzelunternehmer (z.B. beherrschender
Gesellschafter in einer GmbH), bin ich grundsätzlich von den gesetzlichen
Sozialversicherungen ausgeschlossen. Keine Frage: Ich muß mich um meine
Versicherungen kümmern (wie z.B. Krankenversicherung, etc...), als
Unternehmer habe ich hier allerdings Gestaltungsfreiheit.

> Nicht zuletzt würde ich mich fragen, ob meine Software finanziellen
> Schaden
> verursachen kann, also ob ggf. eine Betriebshaftpflicht sinnvoll wäre.

Bei Shareware dürfte dies in der Regel bereits in den Lizenzbestimmungen
ausgeschlossen sein. Bei kommerzieller Software kann dies durchaus sinnvoll
sein.

Schöne Diskussion

Grüße

andy


at 15.05.2007 18:15 Uhr, Erich Witte ADS-Hilfe wrote:

> Ích fürchte, das ist leider vollkommen verkehrt ;).
>
> Und zwar als Antwort auf Juriaan. Der hat nämlich nicht über Markenrechte
> geschrieben, sondern über den Namen des Unternehmens. Und da ist es
> tatsächlich so, dass der Anbietername eindeutig erkennbar sein muss.Ein
> abstrakter Firmenname ist eben nur bei einer Firma zulässig. Etwas anderes
> ist das bei einer Produktbezeichnung, die dann allerdings noch längst
> keine
> Markenbezeichnung ist.
>
> Das Handelsregister ist tatsächlich ohne Interesse im Fall eines
> Softwareproduzenten mit eigenem Vertrieb. Aber die Einnahmen müssen ja
> irgendwann deklariert bzw. versteuert werden. Und da es keine Einnahme aus
> abhängiger Beschäftigung ist, liegt eine selbständige Tätigkeit vor. Und
> um
> hierfür Rechnungen ausstellen zu dürfen, benötigt auch der Nebengewerbler
> eine Steuernummer. D.h. also, dass die Angelegenheit beim Finanzamt
> angemeldet werden sollte. Das Finanzamt informiert dann seinerseits IHK,
> Ordnungs- oder Gewerbeamt. Es hängt von der Kommune ab, ob sie dafür eine
> Gewerbeanmeldung haben will. Viele wollen das, weil das gut für die
> Statistik ist. Kleinstgewerbetreibende sind allerdings von IHK-Kosten
> befreit. Die Freibeträge findet man bei der zuständigen IHK.
>
> Die nächste Tücke lauert bei der Sozialversicherung. Nehmen wir an, die
> Herstellung und der Vertrieb der Software bringt monatlich 351,00 Euro
> Nettogewinn. Dann könnte die Krankenversichung auf die Idee kommenzu
> sagen,
> der werte Kleinunternehmer möge sich doch bitte künftig freiwillig
> weiterversichern. Also sollten auch in dem Bereich gesetzliche
> Bestimmungen
> beachtet werden, um keine böse Überraschung zu erleben.
>
> Nicht zuletzt würde ich mich fragen, ob meine Software finanziellen
> Schaden
> verursachen kann, also ob ggf. eine Betriebshaftpflicht sinnvoll wäre.
>
> Freundliche Grüße
>
> Erich

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 15.05.07 18:04 (Tue, 15 May 2007 19:04:58 +0200)
From: Andy Fuchs
> Oh je, es wird immer verkehrter ;)))

Und noch verkehrter :-)

> Das Steuergeheimnis hat nichts damit zu tun, dass das FA andere Behörden
> bzw. Instituionen über eine Betriebseröffnung informiert. Und deswegen tu
> die das auch ganz eiskalt.

Das halte ich - nach wie vor - für ein Gerücht!

> Eine der unzähligen Fundstellen, wo man das nachlesen kann, ist z.B. diese:
> http://www.newcome.de/gruenderguide/index.php?timme=&oid=25687&PHPSESSID=c765.

Ich kann dort nichts dergleichen lesen.

> Softwareherstellung und -vertrieb ist immer gewerblich.

Stimmt nicht.

> Als freier Beruf
> wäre es höchstens anzusehen, wenn es um Softwaredesign geht also ohne
> programmierende Handarbeit.

Es gibt zahllose Variationen, warum Software-Herstellung nicht gewerblich
ist:
- weil die Software-Herstellung nicht zentraler Bestandteil der Unternehmung
ist
- Bei Auftragstätigkeiten (obwohl die Gewerbeämter hier schon Teilerfolge
erzielt haben).
- z.B. Minder-Tätigkeit oder Liebhaberei (da scheitert's bereits an der
Zielsetzung),
- bei künstlerischer Software, bzw. bei Software wo beispielsweise der
künstlerische Teil überwiegt.

> Die wichtigste Fragestellung ist übrigens, ob es sich bei der
> Softwareherstellung und dem -verkauf evtl. um eine Liebhaberei handeln
> könnte. Aber bei einem Vertrieb über die eigene Internetseite sieht das doch
> schon sehr nach Gewinnerzielungsabsicht aus.

Gewinnerzielungsabsicht und Liebhaberei stehen sich nicht im Wege. Solange
der Gewinn ausbleibt (d.h. die Kosten über den Einnahmen liegen) wird nach
einer Weile Liebhaberei vermutet.

> Jedenfalls würde ich mich beim
> FA sicherheitshalber erkundigen, ab welcher Schwelle (Umsatz, Art und Weise
> des Vertriebs) aus dem Hobby eine Unternehmung wird. Denn das bedeutet nicht
> unbedingt, dass der Staat gleich abkassiert, sondern man einen Haufen
> Vortschriften und Regeln zu beachten hat.

Das ist allerdings sher korrekt! ;-)

Grüße

andy

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 15.05.07 17:58 (Tue, 15 May 2007 18:58:05 +0200)
From: Stefan Weigel
Andy Fuchs schrieb:

>> Nicht zuletzt würde ich mich fragen, ob meine Software finanziellen Schaden
>> verursachen kann, also ob ggf. eine Betriebshaftpflicht sinnvoll wäre.
>
> Bei Shareware dürfte dies in der Regel bereits in den Lizenzbestimmungen
> ausgeschlossen sein. Bei kommerzieller Software kann dies durchaus sinnvoll
> sein.

Wobei nach deutschem Recht eine Haftung für Vorsatz oder grobe
Fahrlässigkeit nicht ausgeschlossen werden kann. Wenn in den
Lizenzbedingungen _jegliche_ Haftung durch den Softwareautor
ausgeschlossen wird, wie es oft formuliert ist, dann ist diese
Klausel nach deutschem Recht unwirksam. Damit ist dann gar keine
wirksame Klausel über einen Haftungsausschluss vorhanden, also auch
nicht für solche Fälle, in denen ein Ausschluss zulässig wäre.

Es gibt so viele Fallstricke und Risiken: Haftungsrisiken, Steuer,
Sozialversicherung, Markenrecht, Wettbewerbsrecht, ... Ich kann nur
empfehlen, auf eine Vermarktung eigener Software als Einzelkämpfer
zu verzichten. Besser man sucht sich eine Firma oder einen Verlag,
der das macht.

Gruß

Stefan

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 15.05.07 17:58 (Tue, 15 May 2007 18:58:57 +0200)
From: Erich Witte ADS-Hilfe
Jetzt muss ich mich mal selber korrigieren. Nach einer Gewerbeanmeldung wird
dies vom Gewerbeamt dem Finanzamt gemeldet. Das ist der normale Weg.
Umgekehrt laufen die Informationen aber auch.

FG Erich

----- Original Message -----
From: "Erich Witte ADS-Hilfe" <<email address removed>>
To: "REALbasic NUG German" <<email address removed>>
Sent: Tuesday, May 15, 2007 6:54 PM
Subject: Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen

> Oh je, es wird immer verkehrter ;)))
>
> Das Steuergeheimnis hat nichts damit zu tun, dass das FA andere Behörden
> bzw. Instituionen über eine Betriebseröffnung informiert. Und deswegen tu
> die das auch ganz eiskalt.
>
> Eine der unzähligen Fundstellen, wo man das nachlesen kann, ist z.B.
> diese:
> http://www.newcome.de/gruenderguide/index.php?timme=&oid%687&PHPSESSIDÇ65.
>
> Softwareherstellung und -vertrieb ist immer gewerblich. Als freier Beruf
> wäre es höchstens anzusehen, wenn es um Softwaredesign geht also ohne
> programmierende Handarbeit.
>
> Die wichtigste Fragestellung ist übrigens, ob es sich bei der
> Softwareherstellung und dem -verkauf evtl. um eine Liebhaberei handeln
> könnte. Aber bei einem Vertrieb über die eigene Internetseite sieht das
> doch schon sehr nach Gewinnerzielungsabsicht aus. Jedenfalls würde ich
> mich beim FA sicherheitshalber erkundigen, ab welcher Schwelle (Umsatz,
> Art und Weise des Vertriebs) aus dem Hobby eine Unternehmung wird. Denn
> das bedeutet nicht unbedingt, dass der Staat gleich abkassiert, sondern
> man einen Haufen Vortschriften und Regeln zu beachten hat.
>
> Grüße
>
> Erich
>
> ----- Original Message -----
> From: "Andy Fuchs" <<email address removed>>
> To: "REALbasic-NUG German" <<email address removed>>
> Sent: Tuesday, May 15, 2007 6:36 PM
> Subject: Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
>
> Hallo Erich,
>
> ich fürchte, das ist leider vollkommen verkehrt ;-))
>
>> Das Finanzamt informiert dann seinerseits IHK,
>> Ordnungs- oder Gewerbeamt.
>
> Das wäre leider ein Verstoß gegen das Steuer-Geheimnis, deshalb sollten
> die
> Finanzämter dies besser nicht tun :-)
>
>> Es hängt von der Kommune ab, ob sie dafür eine
>> Gewerbeanmeldung haben will. Viele wollen das, weil das gut für die
>> Statistik ist. Kleinstgewerbetreibende sind allerdings von IHK-Kosten
>
> Nicht ganz: Ein Gewerbetreibender benötigt einen Gewerbeschein. Die reine
> Software-Herstellung ist kein Gewerbe solange man die Software nicht
> gewerblich erstellt (z.B. weil man als Software-Entwickler Aufträge
> entgegen
> nimmt, bzw irgendwo beschäftigt ist). Weiter sind einige Berufe generell
> vom
> Gewerbeschein befreit (sog. Freiberufliche Tätigkeit)- dabei kommt es auf
> die Ausrichtung der Tätigkeit an (da kann auch die Gemeinde nicht dran
> rütteln).
>
>> Die nächste Tücke lauert bei der Sozialversicherung.
>
> Das kommt drauf an. Bin ich Einzelunternehmer (z.B. beherrschender
> Gesellschafter in einer GmbH), bin ich grundsätzlich von den gesetzlichen
> Sozialversicherungen ausgeschlossen. Keine Frage: Ich muß mich um meine
> Versicherungen kümmern (wie z.B. Krankenversicherung, etc...), als
> Unternehmer habe ich hier allerdings Gestaltungsfreiheit.
>
>> Nicht zuletzt würde ich mich fragen, ob meine Software finanziellen
>> Schaden
>> verursachen kann, also ob ggf. eine Betriebshaftpflicht sinnvoll wäre.
>
> Bei Shareware dürfte dies in der Regel bereits in den Lizenzbestimmungen
> ausgeschlossen sein. Bei kommerzieller Software kann dies durchaus
> sinnvoll
> sein.
>
> Schöne Diskussion
>
> Grüße
>
> andy
>
> at 15.05.2007 18:15 Uhr, Erich Witte ADS-Hilfe wrote:
>
>> Ích fürchte, das ist leider vollkommen verkehrt ;).
>>
>> Und zwar als Antwort auf Juriaan. Der hat nämlich nicht über Markenrechte
>> geschrieben, sondern über den Namen des Unternehmens. Und da ist es
>> tatsächlich so, dass der Anbietername eindeutig erkennbar sein muss.Ein
>> abstrakter Firmenname ist eben nur bei einer Firma zulässig. Etwas
>> anderes
>> ist das bei einer Produktbezeichnung, die dann allerdings noch längst
>> keine
>> Markenbezeichnung ist.
>>
>> Das Handelsregister ist tatsächlich ohne Interesse im Fall eines
>> Softwareproduzenten mit eigenem Vertrieb. Aber die Einnahmen müssen ja
>> irgendwann deklariert bzw. versteuert werden. Und da es keine Einnahme
>> aus
>> abhängiger Beschäftigung ist, liegt eine selbständige Tätigkeit vor. Und
>> um
>> hierfür Rechnungen ausstellen zu dürfen, benötigt auch der Nebengewerbler
>> eine Steuernummer. D.h. also, dass die Angelegenheit beim Finanzamt
>> angemeldet werden sollte. Das Finanzamt informiert dann seinerseits IHK,
>> Ordnungs- oder Gewerbeamt. Es hängt von der Kommune ab, ob sie dafür eine
>> Gewerbeanmeldung haben will. Viele wollen das, weil das gut für die
>> Statistik ist. Kleinstgewerbetreibende sind allerdings von IHK-Kosten
>> befreit. Die Freibeträge findet man bei der zuständigen IHK.
>>
>> Die nächste Tücke lauert bei der Sozialversicherung. Nehmen wir an, die
>> Herstellung und der Vertrieb der Software bringt monatlich 351,00 Euro
>> Nettogewinn. Dann könnte die Krankenversichung auf die Idee kommenzu
>> sagen,
>> der werte Kleinunternehmer möge sich doch bitte künftig freiwillig
>> weiterversichern. Also sollten auch in dem Bereich gesetzliche
>> Bestimmungen
>> beachtet werden, um keine böse Überraschung zu erleben.
>>
>> Nicht zuletzt würde ich mich fragen, ob meine Software finanziellen
>> Schaden
>> verursachen kann, also ob ggf. eine Betriebshaftpflicht sinnvoll wäre.
>>
>> Freundliche Grüße
>>
>> Erich
>

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 15.05.07 18:08 (Tue, 15 May 2007 19:08:40 +0200)
From: Andy Fuchs
at 15.05.2007 18:58 Uhr, Erich Witte ADS-Hilfe wrote:

> Jetzt muss ich mich mal selber korrigieren. Nach einer Gewerbeanmeldung wird
> dies vom Gewerbeamt dem Finanzamt gemeldet. Das ist der normale Weg.
> Umgekehrt laufen die Informationen aber auch.

Never! Sollte das so sein, dann nur mit deinem Einverständnis, bei einer
Straftat, oder wenn es eine gesetzliche (oder sonstige) Ausnahmeregelung
gibt (was selten ist). Ansonsten wäre das Amtsmissbrauch.

andy

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 15.05.07 18:54 (Tue, 15 May 2007 19:54:04 +0200)
From: Johannes Ungerer

Am 15.05.2007 um 18:58 schrieb Stefan Weigel:

>
> Es gibt so viele Fallstricke und Risiken: Haftungsrisiken, Steuer,
> Sozialversicherung, Markenrecht, Wettbewerbsrecht, ... Ich kann nur
> empfehlen, auf eine Vermarktung eigener Software als Einzelkämpfer
> zu verzichten. Besser man sucht sich eine Firma oder einen Verlag,
> der das macht.
>
> Gruß
>
> Stefan

Kannst du denn eine Firma oder einen Verlag empfehlen, der eben
Software annimmt und rentabel verkauft (also, dass für den Autor auch
noch was herausspringt bei der Sache)? Worauf muss man dann achten?

Gruß, Johannes

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 15.05.07 20:11 (Tue, 15 May 2007 21:11:26 +0200)
From: Stefan Weigel
Hallo Johannes,

Johannes Ungerer schrieb:

> Kannst du denn eine Firma oder einen Verlag empfehlen, der eben Software
> annimmt und rentabel verkauft (also, dass für den Autor auch noch was
> herausspringt bei der Sache)? Worauf muss man dann achten?

Nein, kann ich nicht. Es hängt natürlich auch stark davon ab, was
für eine Software man entwickelt hat. Wer beispielsweise eine
Software zur intelligenten Heizungssteuerung entwickelt hat, könnte
Kontakt zu einem Hersteller von Heizungsanlagen Kontakt aufnehmen.
Wer ein tolles Programm für Funkamateure geschrieben hat, könnte bei
einem Fachverlag oder einer Zeitschrift anfragen.

Ich habe mal vor ca. 15 Jahren eine Software zur
Reisekostenabrechnung entwickelt und diese für die
nicht-geschäftliche Nutzung kostenlos zum Download angeboten. Nach
einer Weile erhielt ich massenhaft merkwürdige Supportanfragen. Es
stellte sich heraus, dass ein Verlag sich mein Programm besorgt
hatte und als Teil einer Softwaresammlung verkauft hat. Auf
Nachfrage teilte mir der Verlag mit, er verkaufe die Software ja zur
privaten Nutzung, wofür ich mein Werk ja kostenlos angeboten hätte.
Ein Honorar wollten die mir nicht bezahlen. Ich hätte vor Gericht
gehen müssen, was mir zu blöd war.

Also sorry - keine Empfehlung von mir, mangels (positiver) Erfahrungen.

Gruß

Stefan

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 15.05.07 21:42 (Tue, 15 May 2007 22:42:28 +0200)
From: Johannes Ungerer
Vielen Dank erstmal, Stefan!!!

Da mich das Thema jetzt ja auch interessiert, würde ich gern nochmals
nachfragen (besonders an Andy), was mit "Software verkaufen ohne eine
Firma zu gründen" bedeutet. Und welche Freibeträge sind dort
angesprochen? Denn ich verstehe das so, dass man einfach sich bei
z.B. kagi anmelden kann und mit seiner Software ein bisschen Geld
verdient, ohne sich beim Finanzamt, Gewerbeamt & Co. zu melden. Geht
das wirklich so einfach? (Einmal abgesehen von Versicherungen,
Linzenztextgefahren, usw. ...)

Schon mal Danke im Voraus für deine/eure Antworten.
Gruß, Johannes

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 15.05.07 22:38 (Tue, 15 May 2007 23:38:41 +0200)
From: Andy Fuchs
> Denn ich verstehe das so, dass man einfach sich bei
> z.B. kagi anmelden kann und mit seiner Software ein bisschen Geld
> verdient, ohne sich beim Finanzamt, Gewerbeamt & Co. zu melden. Geht
> das wirklich so einfach? (Einmal abgesehen von Versicherungen,
> Linzenztextgefahren, usw. ...)

Hi Johannes,

nicht ganz, denn das Finanzamt ist IMMER im Spiel und zwar egal, ob Du was
zahlen musst oder nicht. Für dich heißt das allerdings nur, daß Du Dich
entscheiden mußt, ob Du Deine Software MIT Mehrwertsteuer verkaufen willst
oder nicht. (Umsatzsteuer-Pflicht). Hast Du viele Ausgaben, die durch die
Programmiererei verursacht werden, willst Du das in der Regel machen, denn
dann kannst Du von diesen Ausgaben wiederum die bezahlte Mwst. gegen die
eingenommene Vorsteuer aufrechnen. Allerdings mußt Du dann formal korrekte
Rechnungen schreiben und am Jahresende eine Steuererklärung abgeben.

Willst Du das nicht, kannst Du Dich vom Finanzamt von der
Umsatzsteuer-Pflicht befreien lassen. (Dabei gibt es Höchstbeträge. D.h.
wenn Du mit Deiner Software mehr als einen bestimmten Betrag einnimmst (der
liegt meines Wissens etwas oberhalb 20.000 Euro - da kann ich mich aber auch
täuschen), dann wirst Du automatisch Umsatzsteuer pflichtig.

Nimmt das ganze größere Formen an, weil Du plötzlich 10.000 Kopien Deiner
Software verkauft hast, dann kannst Du Dir immer noch Gedanken über die zu
wählende Rechtsform machen - und in dem Falle wird's wohl das Beste sein,
wenn Du Dich bei Deiner zuständigen IHK mal beraten läßt.

Dort gibt's im übrigen normalerweise immer Existenzgründer-Veranstaltungen,
die Dir einen guten Überblick über Deine Möglichkeiten geben. Und die
Berater dort helfen Dir sicher gerne weiter. Es ist ja im gegenseitigen
Interesse, dass die Sache so reibungslos wie möglich über die Bühne geht.

Sicher ist es gut, sich vorab zu informieren, aber es dreht Dir auch niemand
einen Strick daraus, wenn Du's erstmal versuchst und Dir dann überlegst, ob
das für dich eine berufliche Zukunft darstellt.

Die angesprochenen 'Freibeträge' sind Beträge die die Untergrenze eines zu
versteuernden Einkommens darstellen. Das bedeutet NICHT, dass diese das
Finanzamt nicht interessieren (sie tun's :-)), aber bei Unterschreitung der
Freibeträge mußt du das Einkommen nicht versteuern. Das entscheidet das
Finanzamt von Amts wegen, wobei Du absetzbare Betriebskosten (Werbekosten,
Sprit, Raummiete, etc...) aber selbst anführen mußt.

Entsprechende Grundlagen-Bücher bekommst Du entweder bei der IHK oder im
örtlichen Buchhandel.

Ist aber alles halb so wild. Und außerdem wächst man ja mit der Sache :-))

In diesem Sinne

Schöne Grüße

andy

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 16.05.07 05:11 (Wed, 16 May 2007 06:11:17 +0200)
From: Claudius Sailer

Am 15.05.2007 um 22:42 schrieb Johannes Ungerer:

> Vielen Dank erstmal, Stefan!!!
>
> Da mich das Thema jetzt ja auch interessiert, würde ich gern
> nochmals nachfragen (besonders an Andy), was mit "Software
> verkaufen ohne eine Firma zu gründen" bedeutet. Und welche
> Freibeträge sind dort angesprochen? Denn ich verstehe das so, dass
> man einfach sich bei z.B. kagi anmelden kann und mit seiner
> Software ein bisschen Geld verdient, ohne sich beim Finanzamt,
> Gewerbeamt & Co. zu melden. Geht das wirklich so einfach? (Einmal
> abgesehen von Versicherungen, Linzenztextgefahren, usw. ...)

kurzes Beispiel.

Ich habe ein Programm programmiert (für mich) und dachte mir, stelle
es auch anderen zur Verfügung.
So kam ich dazu meine Software über meine Seite zu verkaufen.

Zuerst habe ich ein Gewerbe angemeldet. Da ich davon ausging dass
meine Einnahmen unterhalb von glaube ich 27000EUR liegen, habe ich
den nach der Gewerbeanmeldung erhaltene Formular vom Finanzamt
ausgefüllt. (kein MwSt-Abzug). Dann habe ich bei der kommenden
Einkommensteuererklärung eine Gewinn&Verlust-Rechnung erstellt. Da
ich mit meinen Ausgaben (RealBasic, ValentinaDB etc) mich immer so
stellen konnte, dass meine Ausgaben meine Gewinne immer überstiegen
haben, habe ich meinem Finanzamt angeboten mein Gewerbe als
Liebhaberei einzustufen. Sollte ich jemals Gewinne machen würde ich
mich wieder melden.
Das Finanzamt hat mich dann für 10Jahre als Liebhaberei eingestuft,
wobei ich gravierende Änderungen sofort zu melden habe.

Warum bin ich so vorgegangen:

Nachdem ich 2 Jahre Verluste ausgewiesen habe und auch
Steuerrückerstattungen bekam, schwebte das Damokles-Schwert über mir,
dass das Finanzamt nach 5-7 Jahren die Nachhaltigkeit meines Gewerbes
in Frage stellt und ich dann meine bisher erhaltenen
Steuerrückerstattungen zurückzahlen muss. Da das Finanzamt nur das
erste Jahr die Steuerfeststellung als endgültig abgegeben hatte und
alle folgenden als (unter Vorbehalt), wäre das nach 5 Jahren ein
schöner Batzen zum nachzahlen gewesen. Das hätte richtig weh getan
und war mir zu riskant. Darum wurde ich aktiv.

Alles Gute

Claudius

--
iMac CD 2GHz / M

Re: [OT] Software auf eigener Webseite verkaufen
Date: 16.05.07 20:53 (Wed, 16 May 2007 21:53:34 +0200)
From: Sascha Schneppmueller
Am 16.05.07 schrieb Stefan Mettenbrink <<email address removed>>:
>
> Andy Fuchs wrote:
>
> >> auch sofort zur Antwort, bzw. zur vorherigen Nachricht springen. Den
> >> enstandenen Baum kann man sich auch sofort anschauen, soweit einem das
> >> hilft :-)
> >
> > Schon klar - ich finde das auch von Vorteil und hab' das auch eine ganze
> > Zeit gemacht. Irgendwann bin ich aber dann doch wieder zur guten alten
> > Listen-Ansicht zurück - der Mensch ist halt Gewohnheits-Tier :-)
>
> Die Listenansicht ist nicht das Problem. Das Problem ist die
> Unfähigkeit vieler Mailer, keine Komentarverkettung zu bieten. Wenn
> ich eine Antwort auf eine Mail bekomme, kann ich in meinem Mailer die
> Mail anzeigen lassen, auf die sich die Antwort bezieht. Dadurch ist es
> nicht erforderlich meine Mail in die Antwortmail zu übernehmen.
>
> MfG, Metti.
>

Das könnte ich mit meinem "offline Mailer" TheBat oder genauer Voyager (die
portable Variante) auch, und noch viiiieeel mehr (das Programm ist wirklich
Top!) aber ich bevorzuge es tausende von NUG Mails jederzeit Griffbereit zu
haben und nicht immer erst die USB Festplatte rauskramen zu müssen ;-)

Google Mail ist eigentlich nicht übel. Ich schau mal ob ich das nicht
irgendwie umkonfigurieren kann...